Bezahlt!

Sie war müde. Eigentlich wollte sie sich etwas ausruhen von dem vielen Tun des Morgens, doch die Sonne stand schon hoch am Himmel. Die Samaritanerin schaute seufzend auf ihre Krüge, das Wasser war längst leer. Der Weg zum Brunnen würde mühsam sein ohne Erfrischung zwischendurch. Schon jetzt waren ihre Lippen spröde, der Mund trocken. Erinnerungen an damals kamen in ihr hoch: Da war sie noch gemeinsam mit den anderen Frauen des Dorfes in den frühen Morgenstunden zum Brunnen gelaufen. Es gab immer etwas zu bereden oder um sich gegenseitig aufzuheitern. Doch schon lange war das nicht mehr möglich. Schon lange wurde sie gemieden: "Das ist die mit den vielen Männern." "Hure, beschmutz nicht unser Wasser!"
Die samaritanische Frau schüttelte die quälenden Gedanken ab, zog ihren Schleier tiefer ins Gesicht und machte sich mit ihren Eimern auf. Schon von Weitem sah sie einen ihr unbekannten Mann am Brunnenrand sitzen. Sie zuckte zusammen: War das etwa ein Jude? Was wollte er hier in ihrem Gebiet?! Juden hassten die Samaritaner und liefen lieber sehr weite Umwege, als auch nur einem von ihnen zu begegnen. Ihr Herz klopfte schneller. Doch sie hatte keine Wahl: Wenn sich dieser Mann länger dort niederlassen würde, blieben ihr keine Vorräte um abzuwarten, bis er weiterziehen würde. Ihre Hände umklammerten fester die Griffe ihrer Eimer. Mit langsamen Schritten ging sie auf den Fremden zu. Er sah erschöpft aus, hatte seinen Kopf geneigt. Vielleicht nahm er sie gar nicht wahr? Auf einmal hob er sein Gesicht, schaute ihr direkt in die Augen. Vor Schreck hielt sie kurz inne, blieb stehen: Es war, als würde er ihr direkt in die Seele sehen. Was für ein tiefer, alles durchdringender Blick! Da sprach er sie an: "Frau, gib mir zu Trinken." Seine Stimme war voller Sanftmut und doch fordernd und klar. 'Nimm dich zusammen und starr ihn nicht an', ermahnte sich die Frau in Gedanken und polterte heraus: "Wie kannst du mich um etwas zu Trinken bitten? Du bist doch ein Jude und ich eine Samaritanerin!" Es war absolut undenkbar, dass ein solcher sie um etwas bat! Da erhob sich der Mann. Er ging ruhig auf sie zu, näher als es üblich war, und sagte: "Wenn du wüsstest, welche Gabe Gott für dich bereithält und wer es ist, der zu dir sagt: 'Gib mir zu trinken', dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben." Die Frau spürte, dass die Worte des Mannes Wirkung hatten. Es fühlte sich an, als hätte etwas ihr ganzes Sein umfasst. So klang ihre Antwort zittrig: "Herr, du hast doch nichts, womit du Wasser schöpfen kannst; und der Brunnen ist tief. Woher willst du denn dieses lebendige Wasser haben? Bist du etwas größer als unser Stammvater Jakob, der uns diesen Brunnen hinterließ? Kannst du uns besseres Wasser geben als das, was er mit seinen Söhnen und seinen Herden trank?"
Der Mann lächelte, hob ihren Eimer auf und drückte ihn in ihre Hand. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie ihn hatte fallen lassen. Er sagte: "Jeder, der von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst bekommen. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird ihm eine Quelle werden, aus der Wasser sprudelt - bis ins ewige Leben." Sehnsucht erfüllte das Herz der Samaritanerin. Wie lange schon suchte sie etwas, das den Durst ihres Herzens löschen konnte. Wie sehr hätte sie alles gegeben, um endlich Frieden zu finden, anzukommen, sich geliebt zu wissen. Ihre Antwort kam ihr kindlich dumm vor, doch sie sprach: "Herr, gib mir dieses Wasser, dann werde ich keinen Durst mehr haben und muss nicht mehr zum Schöpfen herkommen."
Ohne ein Wort zu sprechen, entfernte sich der Mann von ihr. Er ging zum Rand des Brunnens, stützte seine Hände auf die sandigen Steine, blickte hinab in die Tiefe des Schachtes. Nach einer gefühlten Ewigkeit redete er weiter: "Geh, und hol deinen Mann hier her!" Was sollte sie antworten? Sie lebte zwar bei einem alten, mürrischen Herrn, aber alles Bitten brachte ihn nicht dazu, die Schande der Ehelosigkeit von ihr zu nehmen und sie zu heiraten. Sie war eine verbrauchte, beschmutzte Frau. Niemand wollte sie mehr. Sie hatte zu oft den gesucht, der ihrem Leben etwas Freude und Sicherheit geben würde, aber war nur gescheitert. Sie hatte versagt, betrogen, wurde verlassen und gehörte nicht mehr dazu. Ein Leben in Isolation am Fuße des Tisches eines Mannes, der sie nur duldete, damit er selbst umsorgt war. Doch ihre Würde hatte sie verloren. Abgelehnt, ausgegrenzt, Dreck.
Tränen stiegen in ihre Augen. Was hatte sie noch zu verlieren? "Ich habe keinen Mann." Wieder dieser Blick, der sie durchdrang: "Das ist richtig. Du hast keinen Mann. Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du etwas Wahres gesagt." Dieser Mann musste ein Prophet sein! Er wusste Dinge, die er nicht wissen konnte! Sie hatte so viele Fragen! Warum wandte er sich ausgerechnet ihr zu? Wie konnte er sie beachten? Sich Zeit nehmen? Er hörte ihr zu, beantwortete alles in Ruhe. Und doch verstand sie so vieles nicht. "Ich weiß", sagte die Frau irgendwann, "dass der Messias kommt, der auch Christus genannt wird. Und wenn er kommt, wird er uns all diese Dinge erklären." Liebe füllte die Augen des Fremden: "Du sprichst mit ihm. Ich bin es."

Jesus ist der, der die Antworten für dein Leben hat. Er sagt von sich selbst: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich." Johannes 14, 6
Er ist derjenige, der deinen Durst stillen kann. Deine Sehnsucht nach Annahme, danach, gut genug zu sein, wertvoll, geliebt für die Person, die du bist. Er selbst ist die Quelle des Lebens. Durch den Heiligen Geist will er in uns sein! Die Samaritanerin hatte es erkannt. Sie rannte zurück ins Dorf, jede Scham war fort: Sie musste allen von dieser Begegnung erzählen! Sie war übervoll von dem, was sie gehört hatte, das musste raus! Sie kehrte um und begann ein neues Leben. Jesus hatte sich ihr in ihrem Durst zugewandt, er ließ sich nicht abschrecken von ihrer Abstammung, ihrem Geschlecht oder ihrer Lebensweise. Ja, er sah die Schuld der Frau. Aber vor allem sah er ihr Herz. Nun fand sie endlich Frieden. (Du kannst die Geschichte in der Bibel in Johannes 4 nachlesen. Sie ist tatsächlich passiert!)

Die ganze Schöpfung ist ein Ausdruck von Gottes Liebe zu uns. Doch wir haben uns entschieden, ohne ihn zu leben. Wir sündigen.. Das heißt, wir halten uns nicht an seinen Willen und so ist die Welt im Chaos und unser eigenes Leben oft auch (Wir sehen das an Kriegen, Ungerechtigkeiten, Katastrophen, Krankheit, Scheidung usw). Aber auch vieles, was sich heute ganz "normal" anfühlt, ist Sünde und trennt uns von Gott: Zum Beispiel wenn wir schlecht über Menschen reden oder denken, wenn wir lügen oder uns besser darstellen als wir sind. Gott ist ein heiliger Gott! Er ist Licht! Und bei ihm ist kein Platz für Dunkelheit und all diesen Mist. Er möchte nicht, dass wir so leben. So war diese Welt nie gedacht!
Aber Gott weiß: So sehr wir uns auch bemühen, ein gutes Leben zu führen, so werden wir es niemals schaffen, komplett ohne Schuld vor Gott zu sein. Wer hat denn niemals einen schlechten Gedanken oder mal etwas vertuscht? Sünde hat aber als Folge immer den Tod. Sie kann vor Gott nicht bestehen! Doch Gott ist voller Erbarmen:
Er liebt uns so sehr, dass er seinen eigenen Sohn, Jesus, auf diese Erde gesandt hat. In ihm wurde Gott Mensch, so wie wir! Jesus lebte als einziger jemals ein perfektes und sündfreies Leben. Er war also absolut unschuldig. Er entschied sich aus Liebe zu uns (zu dir ❤️), die Strafe auf sich zu nehmen für all das, was wir nicht hinbekommen, wo wir einfach in uns schlecht oder schwach sind. Jesus diente in Liebe den Menschen, gab sich ganz hin. Um in jungen Jahren bespuckt, gefoltert, gedemütigt, erniedrigt, verspottet und geschlagen zu werden. Er wurde ans Kreuz genagelt und starb dort. Doch nicht die Nägel hielten ihn dort fest, sondern einzig und allein seine Liebe. Er tat das alles nur für uns! Jesus nahm all unsere Schuld mit in den Tod. Er hat für all unsere Verfehlungen bezahlt. Doch er blieb nicht im Grab:
Jesus überwand den Tod und ist am dritten Tag auferstanden! Und er fuhr auf in den Himmel zu seinem Vater. Irgendwann wird er von dort aus wiederkommen und die Menschen auf der Erde für all ihre Taten richten. Doch jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben!
Jesus selbst hat also den Weg zum Vater frei gemacht. Der Schuldschein unseres Lebens ist zerrissen!
Wenn wir das glauben und ihm unsere Sünden bekennen, dann ist er treu und vergibt uns. Durch den Heiligen Geist lebt Gott selbst in uns und heilt, stellt uns wieder her und führt uns in ein Leben in seinem Willen.
Da ist sicher nicht immer alles easy. Aber es ist ein Leben voller Kraft, Freiheit und Liebe! Es gibt nichts besseres!
Es geht nicht um Religion. Religion fordert etwas von dir. Es ist und bleibt Gnade.
Gott sehnt sich nach Beziehung mit dir! Und so macht er dir dieses Geschenk, du brauchst nichts dafür leisten, sondern es nur annehmen! Warte damit nicht, sondern triff noch heute eine Entscheidung und geh deinen Weg mit Jesus. Er ist der einzige, der einen absoluten Reset in deinem Leben machen kann. Der, der wirklich frei macht!

Du kannst jetzt dieses Gebet zu ihm sprechen:
 
"Jesus, danke, dass du mich liebst. Ich bekenne dir meine Schuld (sag hier ruhig alles, an was du gerade denkst) und ich bitte dich um Vergebung. Danke, dass du alles neu machst! Sei du mein Gott und mein Herr. Danke für deine Liebe, deine Annahme und für ein Leben in Ewigkeit! Danke, dass du einen guten Plan für mein Leben hast. Ich möchte für dich leben! Amen."

Wenn du dieses Gebet ernsthaft gesprochen hast, dann sei dir sicher: Der Himmel bricht in Jubel aus! Herzlich willkommen in der Family!
Meld dich gerne bei mir, ich helfe dir, eine Gemeinde oder Kleingruppe in deiner Nähe zu finden, damit du in Kontakt mit anderen Christen kommst. 
Hey, das beste kommt jetzt erst! Ich freu mich sehr mit dir!